2012DA14 Vorbeiflug am 15. Februar 2013

Perfekt zum Üben ! :

 

Der Schlag muss so durchgeführt werden,
dass möglichst viel Masse in den Weltraum abgesprengt wird.
Wie genau … berechne ich jetzt mit Hilfe dieses historischen Beispiels:


Luftbild des Barringer-Kraters von http://de.wikipedia.org/wiki/Barringer-Krater
„… Der Krater hat einen Durchmesser von etwa 1200 m, eine Tiefe von 180 m und wird von einem Wall umgeben, der durch den Auswurf des Einschlags entstanden ist und sich etwa 30 bis 60 m über das umliegende Plateau erhebt…“

Ich rechne:   ……………………..

 

 
180 m x pi x (600 m Radius) ^2  = 64.800.000 m^3
„…Der einschlagende Meteorit hatte einen Durchmesser von 50 Metern, wog 300.000 Tonnen und bestand im Wesentlichen aus Eisen. Er schlug mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 15–30 km/s[1] (~ 55.000–110.000 km/h) ein… Dabei wurden ungefähr 175 Millionen Tonnen Gestein weggeschleudert…“
175.000.000 t : 300.000 t = 583.

Es wurde im Barringerkrater beim Einschlag maximal das 583fache Meteoritenmasse an Erdreich herausgeschleudert.

Beim Einschlag entsteht Wärmeenergie und nur ein Teil der kinetischen Energie des Barringermeteoriten steckt in den hochgeschleuderten Kratertrümmern.

Wieviel ?:  Ekin = M/2 x V^2 …. Wurzel aus 583 = ca. 24 …. 12 km/s  : 24 = 0,5 km/s = 500 m/sec …. überschallschnell …  flogen die Trümmer damals hoch  in die Atmosphäre.

Wie ein kilometerhoher Atompilz ……. aus heissem Staub und Steinen.

Hier finden Sie die Bahndaten des aktuell unklaren Asteroiden 2012DA 14 :
http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=2012%20DA14;orb=1;cov=0;log=0;cad=1#cad

Mein Vorschlag:
Beschuss von 2012DA14 mit einer Tonne TNT
2012DA14 hat bei 50 m Durchmesser 64.450 m^3 Volumen

Der etwa gleichgrosse Barringer-Asteroid hatte beim Einschlag/impact die Sprengkraft einer Megatonnen TNT H-Bombe.

Was passiert, wenn man „nur“ eine Tonne http://de.wikipedia.org/wiki/Trinitrotoluol zündet ?:
Ich rechne grob mit 500 Tonnen Gestein, die mit 1 km/s abgesprengt werden.
In ihnen steckt ein Impuls von P = M x V = 500.000 kg x 1000 m/s = ………………………………….500.000.000 kgm/s
2012DA14 hat etwa dasselbe Volumen wie der Barringermeteorit, grob geschätzt 300.000 t = 300.000.000 kg.
Durch den Rückstoss dieses 1-Tonnen-TNT-Schlages ändert 2012DA14 seine Geschwindigkeit etwa um 2 m/s.
In einem Jahr mit 31 Mio Sekunden ändert das die Sonnenumlaufbahn von 2012DA14 beim nächsten flyby um 62.000 km = knapp 10 Erdradien.

Ich lerne aus dieser Abschätzung/Rechung:

Für eine ausreichende Ablenkung des 50 Meter Near Earth Objects 2012DA14 genügt eine Tonne Sprengstoff . Ein 8000mal so schweres NEO der 1-Kilometer-Klasse erfordert eine 15-Kilotonnen-Hiroshimabombe.

Wir würden bei rechtzeitiger Früherkennung selbst mit einem Halleyschen Kometen und allen anderen Asteroiden und Kometen auf erdbahnkreuzendem Kurs fertig werden.

http://www.jpl.nasa.gov/missions/details.php?id=5869

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ESA-Mission-zur-Ablenkung-eines-Asteroiden-braucht-Ideen-1786676.html

 

Um zum Beispiel die Geschwindigkeit dieses…

http://www.esa.int/Our_Activities/Technology/NEO/Asteroid_Impact_Deflection_Assessment_AIDA_study

… von der ESA ins Visier genommenen 800 Meter Durchmesser Asteroiden DIDYMOS  um 1 m/s zu ändern … bedarf es einer Atombombe.

Von denen gibt es auf der Erde zuviele und im Weltraum keine.

10.000  weltweit.

Israel soll  wie Indien, Pakistan, China, Frankreich und England mehrere hundert im Arsenal haben, die USA und Russland mehrere tausend.

Keine einzige wurde jemals zur Abwehr eines möglichen und irgendwann sicher stattfindenden Kometen-oder-Asteroidentreffers getestet.

Wie dumm ist das denn ?

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

9 Kommentare zu 2012DA14 Vorbeiflug am 15. Februar 2013

  1. schotti sagt:

    Am Abend des 15. Februars wird man den Asteroiden mit einem Fernglas verfolgen können. Laut Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) wird das Objekt nach derzeitigen Bahndaten von Wien aus gesehen um etwa 20.38 Uhr im Ostsüdosten aufgehen und sich zunächst sehr rasch durch die Sternbilder Jungfrau und Haar der Berenike bewegen. Die Astronomen erwarten eine Helligkeit, die in etwa jener des Planeten Neptun entspricht.

    „2012 DA 14“ wird sich sehr schnell über den Nachthimmel bewegen, immerhin pro Minute um etwa den eineinhalbfachen Vollmonddurchmesser – und damit gut vor dem Sternenhintergrund erkennbar sein. Weiter nach Norden verlangsamt sich der Lauf des Asteroiden, der sich dann wieder von der Erde entfernt. Er wandert durch das Sternbild der Jagdhunde nach Norden in den Großen Bären, wo er nach 23 Uhr langsam wieder entschwindet.
    Kein Einschlag im Jahr 2036

    Am 13. April wird ein weiterer Asteroid namens 2010 GM23 der Erde etwas näher kommen als der Mond, die Distanz wird aber das Zehnfache jener von „2012 DA14“ sein. Entwarnung gibt es auch für die für das Jahr 2036 gefürchtete Kollision der Erde mit dem Asteroiden „(99942) Apophis“. Die Nasa hat kürzlich neue Berechnungen vorgelegt, wonach die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes unter eins zu einer Million liege. Der immerhin 325 Meter große Apophis werde voraussichtlich in einer Entfernung von 31.000 Kilometern an der Erde vorbeifliegen.

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1339880/Asteroid-fliegt-knapp-an-der-Erde-vorbei?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do

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  3. schotti sagt:

    Gesendet: Sonntag, 10. Februar 2013 um 17:38 Uhr
    Von: „Rainer Schottlaender“
    An: „Yeomans, Donald K (343R)“ , „Jon Giorgini“ , agle@jpl.nasa.gov, Dwayne.c.brown@nasa.gov, nancy.n.jones@nasa.gov
    Betreff: (69230) Hermes and more about my proposal to NASA and ESA
    2183-Apr-28 05:41 10:02 Venus 0.00840258791365322 0.00045563342440207
    http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=69230;orb=0;cov=0;log=0;cad=1#cad
    http://de.wikipedia.org/wiki/%2869230%29_Hermes
    0.00046 AU x 150.000.000 km/AU = 67000 km = 10 x earth radius
    Impact probability 1:100 for flyby 2183-Apr-28 ?
    http://www.schottie.de/?p=9418

    Gesendet: Samstag, 09. Februar 2013 um 14:57 Uhr
    Von: „Rainer Schottlaender“
    An: agle@jpl.nasa.gov, Dwayne.c.brown@nasa.gov, nancy.n.jones@nasa.gov
    Betreff: Fw: Re: more about my proposal to NASA and ESA

    I suggest to hit 2012DA14 with 1 ton TNT.

    This action deflects this NEO by about 2 m/s.

  4. schotti sagt:

    Betreff: Impact probability for (69230) Hermes and more about my proposal to NASA and ESA

    IAU´s PHA list is identic with NASA´s list.
    It does not mention the very close encounter prediction for 69230 Hermes for flyby 2183-Apr-28 :

    From today 2012 until 2183 are 171 years = about ……………………5.300.000.000 seconds
    NASA´S prediction 0.00046 AU = 67.000 km = 67.000.000 m = … 67.000.000.000 mm
    would mean that you know the velocity of this PHA/NEO exact on 13 mm/s

    Do you know this orbit so accurate, Mr. Yeomans ?

    I think about your/NASA´s
    Time Uncertainty
    (days_HH:MM)
    …….“10:02″

    During these 10 hours – assuming 10 km/s – HERMES moves about 72.000 km
    This is more than NASA´s …………………………………………………………67.000 km

    http://www.minorplanetcenter.net/iau/lists/PHACloseApp.html :
    (69230) Hermes 2483260.08 2086 Oct. 31.58 … 0.02450 AU
    the same numbers here:
    http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=hermes;orb=0;cov=0;log=0;cad=1#cad

  5. Pingback:Meteorite hits Russia | Schottie.de

  6. schotti sagt:

    „Ist das ein Zufall“ ?, war mein erster Gedanke als ich soeben die breaking news hörte.

    Oder gibt es einen Zusammenhang mit dem heute abend gegen 20 Uhr stattfindenden Vorbeiflug von 2012DA14 ?

    Das hiesse, dass es um 2012DA14 herum ein Trümmerfeld und in den nächsten 24 Stunden eventuell weitere Einschläge wie heute früh in Tscheljabinsk gibt.

    Zum Beispiel hier bei mir im schönen Jastrower Weg.

    Ich habe keine Angst, da die Wahrscheinlichkeit gering ist.

    Anhand der Fernsehbilder schätze ich auf betroffene Fläche auf 10 km^2 von 510 Mio km^2 Erdoberfläche.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein eventueller zweiter Treffer heute mich trifft ist demnach etwa 1 : 50 Millionen.

    Wie ist 2012DA14 entstanden ?:

    1. Durch den Schwerkrafteinfluss von Jupiter auf den Asteroidengürtel ?

    2. Durch einen Zusammenstoss zweier Kleinstplaneten ?

    Laut ESA/ Rainer Kresken gibt es keinen Zusammenhang , da das Tscheljabinsk-Objekt aus anderer Richtung kam als 2012DA14.

    http://www.schottie.de/?p=9418

  7. Pingback:xx | Schottie.de

  8. schotti sagt:

    Gibt es doch einen Zusammenhang zwischen dem Tscheljabinsk-Meteoriten und 2012DA14 ?

    Obwohl er “aus anderer Richtung” kam ?

    Ist ein Trümmer einige Stunden vorausgeeilt, wurde eingefangen, umkreiste die Erde ein, zwei Mal und schlug dann ein ?

    http://de.wikipedia.org/wiki/2012_DA14 :

    “Zum Zeitpunkt seiner größten Annäherung verschob sich die Position des Asteroiden am Himmel um etwa 0,8 Grad pro Minute…”

    Ich rechne: Sinus 0,8 Grad = 0,014 x 25.799 km nächste Annäherung / 60 sec/min =

    6 km/s.

    Das ist weniger als 1. kosmische Geschwindigkeit.

    Ein hypothetischer vorauseilender Trümmer von 2012DA14 könnte demnach eingefangen worden sein.

    Weitere zu prüfende Kriterien:
    Materialvergleich, Vergleich den Inklination (Neigung der Bahnebenen beider Objekte zur Ekliptik = Erdbahnebene).

    Copyright: Rainer and Norbert

  9. schotti sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/weltraum/interview-ueber-asteroidenabwehr-wenn-sie-uns-zu-nahe-kommen-12085485.html

    Mr. Harris will remember our meeting/conversation 20 years ago.

    Here the story:

    One of the ideas in my proposal A267 to DOD/SBIR and 91-502C to NASA
    was to improve this action :

    Already in the movie METEOR in the 70es USA and USSR send their
    intercontinental rockets to deflect an asteroid.

    On page 41 I calculate what happenes if we ignite an H-bomb
    – on the asteroid surface – after drilling a deep hole into the asteroid.

    This idea, published by me July 5, 1990, was used and probably stolen
    for the movie ARMAGEDDON from Jerry Bruckheimer and the WALT DISNEY COMPANY.

    My result was also published in Heft 2/1991 in ASTRONOMIE & RAUMFAHRT.

    The Walt Disney Company has not payed my invoice and refused in their letter
    from Dec 23, 2002 to tell me the name of the playbook writer
    and from where he got the idea.

    The reason why I do the work to put this here in writing
    is that we are able to avoid such an Armageddon.

    At the time when I wrote my proposal only about 50 NEOs were known.

    As you see here http://neo.jpl.nasa.gov/stats/
    today about 900 large and 9000 small NEOs(NEAs) are known. As you learn
    in this statistic 121 of them were found by PAN STARRS.

    I have written to Mr. Kudritzki in Hawaii already 3 unanswered EMails
    that I have published the idea to build an automatized telescope
    checking every night 60 million stars
    already in the year 1990 in my proposal,
    which was wrongly evaluated by NASA , DOD and NATIONAL SCIENCE FOUNDATION .

    Compared with other less important scientific tasks
    – 100 billions for a man on Mars ?? –
    there is still not enough attention and financial effort
    – a few million dollars each years – for this task.

    I think it makes sense to try out a conventional and a nuclear attack on an asteroid.

    As invented and proposed here:http://www.schottie.de/?p=9755

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