Lehrmeister Griechenland ?

http://web.de/magazine/finanzen/euro-krise/15560026-griechen-geld.html

Die Griechen räumen ihre Konten. Vorbildlich !

Aber wohin mit den vielen Milliarden ?

Bundes“schatz“briefe kaufen ? Gold ? Aktien ? Immobilien ? Wie rette ich meine Ersparnisse ? Was ist Geld ?

Millionen Deutsche stellen dieselben Fragen.

„Wir verbluten langsam. Wir brauchen dringend eine handlungsfähige Regierung“, jammert oben im link ein Banker.

Wer ist „wir“ ?, frage ich.

Walter Ulbrichts  D“D“R wäre damals ohne die Berliner Mauer bei 3000 Flüchtlingen täglich auch verblutet.

Schade, dass nicht.
Diese 28 Jahre 1961-1989 hätten Millionen D“D“R-Bürger lieber in einem anderen Staat erlebt.

Griechenland erlebt das, was nach meiner Lageeinschätzung  in Deutschland demnächst passieren wird. Zeitverzögert.

Die Bevölkerung hier bei uns wird lernen, was viele Griechen inzwischen wissen:

Dass man dem Staat, den Banken und anderen Schlips-und-Anzug-Soldaten  nicht vertrauen kann.

Sondern schlicht und einfach alles immer teurer wird.

Den „Volks“parteien werden auch hier in Deutschland die Wähler weglaufen.

 

 

Der Jammerwessi wird geboren.

Millionenfach. Das kann auch schnell gehen. Falls der globale Schuldencrash schlagartig stattfindet.

Wobei ich eher mit langsamen inflationären Dahinsiechen in Deutschland und Europa rechne.

Besonders krass ist der Fall Simbabwe. Der dortige Oberverbrecher http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Mugabe ist auch nach einer 12stelligen Hyperinflation immer noch an der Macht.

Was lerne ich daraus ?:  Ich rechne auch hierzulande mit dem Schlimmsten.

Die Jammergriechen waren sehr erfolgreich : Die, die es am wenigsten verdient haben, nämlich der dortige öffentliche „Dienst“, hat am lautesten geschrien und hunderte von Milliarden bekommen.

Ein Beispiel wie perfekt jahrzehntelange Gehirnwäsche europaweit bei jung und alt funktioniert:

Heute jubelte eine Bekannte von mir, ganz stolz auf ihren soeben erworbenen MASTER OF SCIENCE in ECONOMICS zu sein. Eine von Deutschlands 2 Millionen Studenten/innen.

Ich gönne ihr ja ihr vom Steuerzahler finanziertes Diplömchen, das allerdings wenig mit Wissenschaft zu tun hat.

Kennen Sie das Märchen DES KAISERS NEUE KLEIDER ?

Ich bin das Kind das sagt: „Mama, der ist ja nackt“.

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

7 Kommentare zu Lehrmeister Griechenland ?

  1. „Dass Schuldenaufnahmen nur möglich sind, wenn ein anderer Geld übrig hat und zum Verleih bereit ist, kann als bekannt vorausgesetzt werden (nur nicht bei denen, die an das Hirngespinst einer „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“ glauben). Weniger bekannt ist dagegen, dass die leihweise Aufnahme solcher überschüssiger Geldmittel nicht nur möglich, sondern in jeder Volkswirtschaft zwingend notwendig ist! Denn ohne die Rückführung über Kredite in den Kreislauf würden sie als Kaufkraft in der Wirtschaft fehlen. Als Folge käme es zu Unterbrechungen des Geldumlaufs und damit, in Höhe der Ersparnis, zu Nachfrageausfällen.
    …Normalerweise werden solche Ersparnisbildungen durch die Kreditaufnahmen anderer Wirtschaftsteilnehmer geschlossen, vor allem über Investitionen der Unternehmen. Gehen jedoch die Ersparnisbildungen über deren Bedarf hinaus, dann versucht man – nicht zuletzt durch exzessive Ausweitungen der Werbung – die Privathaushalte zum Kauf auf Pump anzuregen, wie das bereits in den 1960er Jahren zunehmend der Fall war. Da aber auch dieser Ausweg seine Grenzen hatte und die Geldvermögen immer rascher zunahmen, blieb schließlich nur noch der Staat zur Schließung des Kreislaufs übrig.
    …Die Staaten sind also, nach den Gesetzmäßigkeiten unseres heutigen Geldsystems, in Fällen überschüssiger Ersparnisbildungen zur Ausweitung ihrer Schulden gewissermaßen gezwungen. Und das heißt im Umkehrschluss, dass die Staaten in unseren Tagen ihre Schuldenaufnahmen nur dann abbremsen oder gar herunterfahren können, wenn Unternehmen oder Privathaushalte ihre Kreditaufnahmen ausweiten würden. Geschieht dies nicht im ausreichenden Umfang, dann versuchen die Besitzer dieser weiter wachsenden Vermögensmassen schließlich, ihre Gewinne über fragwürdige Finanzanlagen und Spekulationsgeschäfte hereinzuholen. Welche Folgen das wiederum hat, haben wir in den letzten zehn Jahren erlebt. Daraus ergibt sich, dass ein wirkungsvolles und unproblematisches Abbremsen der ständig wachsenden Schulden nur dann möglich wäre, wenn dies bei den Geldvermögen vorausgehen würde. Und das heißt wiederum, wenn man jenen Vermehrungs-Automatismus dieser Geldvermögen, der aus dem Zins- und Zinseszins-Effekt resultiert, anstatt der Schuldenzunahme abbremsen würde. Ein Abbau, der sich automatisch einstellt, wenn man, über einen geregelten Umlauf des Geldes, für ein marktgerechtes Absinken der Zinssätze und – in gesättigten Volkswirtschaften – deren Pendeln um die Nullmarke sorgt.“

    Helmut Creutz (aus HUMANE WIRTSCHAFT 02/2012)

    Das Totalversagen des Begriffsvermögens vorgeblich „Erwachsener“ bezüglich im Grunde einfacher volkswirtschaftlicher Zusammenhänge, die schon 12-jährige Schulkinder verstehen (wenn sie dafür von verdummten Lehrern keine schlechten Noten bekämen), nennt sich Religion (Rückbindung auf künstliche Archetypen, unabhängig von „Glaube“ oder „Unglaube“). Zur Wiederherstellung der Denkfähigkeit bedarf es der allgemeinen Befreiung von der Religion (Erkenntnisprozess der Auferstehung).

    http://www.deweles.de/intro.html

  2. schotti sagt:

    Hallo Stefan : Sie schreiben :

    “Dass Schuldenaufnahmen nur möglich sind, wenn ein anderer Geld übrig hat und zum Verleih bereit ist, kann als bekannt vorausgesetzt werden“

    Das ist falsch.

    1. Wenn jemand Bargeld druckt und in Umlauf bringt, zB die Bundesbank, entsteht eine Schuld.

    2. Erklären Sie sich selbst und falls dann noch nötig mir,
    wie sich die Bilanzusmme des Europäischen Bankensystem seit 2000 von 13 auf als 27 Billionen erhöhen konnte.

    3. Ich bin nicht bereit dem Staat soviel Geld zum Fettfressen und Verwirtschaften zu geben.
    Er bekommt es aber trotzdem. Über die Banken. Die sich „legal“ 40 Jahre lang zum Mittäter machten.

    4. Es ist möglich, dass ich aufgrund des „Totalversagens meines Begriffsvermögens“ als „vorgeblich Erwachsener” nicht verstehe, warum ständig mehr frisch gedrucktes Bargeld in Umlauf kommt und gestern eine Eiskugel auf der Bölschestrasse nach den 20 Pfennigen meiner Kindheit , nach 50 Cent, 60 Cent, 70 Cent, 80 Cent plötzlich 90 Cent kostet.

    Ihr Glaube an den Schuldenstaat hat vermutlich weniger religiöse Gründe als materielle.

    Wie verdienen Sie Ihr Geld ?

    Wo haben Sie Ihre Wirtschaftstheorien „gelernt“ ?

    Vermutlich bei einem vom Staat bezahltem Lehrer.

  3. schotti sagt:

    Gestern hat Griechenland mal wieder „gewählt“.

    Vier Jahre danach…

    Sparmassnahmen die keine sind …

    Ich höre dieselben Märchen die Pleiteberlin in den 90ern erzählte…

    Deutschlands Finanzmafia atmet kurz auf.

    Wieder ist es gelungen , den eigenen, selbstverschuldeten besonders schweren Bankrott ein paar weitere Monate zu verschleppen.

    Nun sind wir schon bei “ 1,5 Billionen“ :

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutschland-riskiert-1500-Mrd-article6518826.html

    Eigentlich müsste inzwischen der Dümmste bemerkt haben, dass hier irgendetwas mit der parlamentarischen Dummokratie schiefgelaufen ist.

    Stolz erinnere ich mich, dass ich bereits 1997, am Tag des Euro-Einführung-Gesetzes, vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen klagte.

    Eine einzige DIAA4 Seite, die hier irgendwo als Chronik des Staatsbankrotts Nr. xyz von ca. 5700 herumliegt.

    Die der angebliche Rechtsstaat B“R“D und seine vom Staat bezahlten Richter erwartungsgemäss ignorierte.

    Das Billionenverbrechen, das hierzulande täglich öffentlich stattfindet, ist „legal“.

    Wie die Berliner Mauer der SED und die KZs der NSDAP.

    Die waren zu ihrer Zeit auch „legal“.

    Alle Staatsnahen, die diesen Vergleich lesen, flippen spätestens hier immer aus.

    Wissen Sie warum ?:

    Weil die Wahrheit so grausam ist, dass Sie sie weglügen und verdrängen müssen.

  4. schotti sagt:

    Entschuldigen Sie die Verspätung, lieber Leser, wäre ein rhetorisch gelungener, aber scheinheiliger Beginn :

    Ich bin erstmal ein paar Runden joggen gegangen und bin dann kurz in die am 19. Juni immer noch kühle Spree gesprungen – von wegen globale Erwärmung – bevor ich Sie hier zum Nulltarif noch schlauer mache:

    Das deutsche Staatsfernsehen gewährte heute morgen zunächst Susanne Höll von der SZ drei opulente Sendeminuten für Ihre unsäglichen Durchhalteparolen zu meinen beiden Spezialthemen Finanzen und Energie“wende“.

    Interessanter war schon die verwunderte Bemerkung der schönen Medienblondine Ellen Frauenknecht, dass „diese vielen Milliarden nicht auszureichen scheinen“.

    Sie berichtet täglich aus Frankfurt und ist nahe am Herzschlag des infarktnahen Finanzsystems.

    Zu nahe…

    Tja, Schotti-Leser wissen mehr:

    Für Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich und dann Deutschland braucht man schon ein paar Billionen.

    kein Problem, auch die werden sich die „G“8 in gewohnter Manier irgendwie drucken.

    Und per Inflation auf die Welt loslassen.

    Und sich dafür als Retter feiern lassen.

    Beispiele : Barack Jesus Obama, Klimakanzlerin Merkel uswusf

    Ich schaue mir locker und entspannt einfach die extrem grausamen Zahlen an:

    Bei 27 Billionen Bilanzsumme des europäischen Bankensystems und ca. 100 Billionen US-Dollar Kreditsumme im Weltbankensystem plus unklarer ausserbilanzieller Aktivitäten kann man mit ein paar weiteren virtuellen Billionen ein paar Monate oder Jahre weiter erfolgreich den längst stattgefundenen Konkurs verschleppen.

    Wo beim Inflationswettlauf zwischen Euro und Dollar die Preise zuerst durch die Decke gehen weiss ich nicht.

    Ich weiss auch nicht, an welcher zufälligen Stelle – zum Beispiel in Japan – der immer weiter aufgepumpte Weltschuldenballon als nächstes platzt.

    Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass ich Vorsorge treffen, Abstand halten und jeden Tag damit rechnen muss.

  5. wavemaster sagt:

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  6. schotti sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steigende-immobilienpreise-reiche-griechen-kaufen-wohnungen-in-berlin-11996780.html :

    „Wir sind international neben der Schweiz oft der letzte Rettungsanker“, begründet Analyst Thomas Beyerle vom Immobilieninvestor IVG das Interesse für Deutschland. Griechen und Spanier wollten ihr Geld in Sicherheit bringen…“

    Man muss naiv sein anzunehmen, dass Wirtschaftszwerge wie Deutschland, Griechenland und die Schweiz ein sicherer Hafen sind.

    Ein Federstrich des überschuldeten Berliner Senats – zB Verzehnfachung der Grundsteuer – und eine Sekunde später ist das Haus genausowenig wert wie in der D“D“R.

    Kaufe ich den DAX oder kaufe ich Berlin, frage ich hypothetisch :

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:DAX.png&filetimestamp=20120925192328 :

    Aus 1000 Ende 1997 wurden 2500 Ultimo 2002 dann 4000 Ende 2008 und heute 7500.

    Das hat nichts mehr mit Leistung zu tun – sondern erklärt sich durch die ständige Erhöhung der Weltgeldmenge.

    Solange das funktioniert kann es sich durchaus lohnen für eine gewisse Zeit in Pleiteberlin zu „investieren“.

    Es bildet sich dann einfach eine Blase, die irgendwann pletzt oder leer gepinkelt wird.

    Vom Aktiencrash 1990 als der Nikkei von 40.000 abstürzte hat sich Japan bis heute nicht erholt.

    Man sieht im DAX-Chart 2000-2002 das was man Internetblase nannte.

    Als die B“R“D noch „der Goldene Westen“ war … dümpelte der DAX friedlich und jahrelang um die 600.

    Ein Zwölftel des heutigen „Wertes“…

    http://www.sueddeutsche.de/politik/einwanderer-krise-treibt-griechen-und-spanier-nach-deutschland-1.1553510 :

    „Die sogenannte Nettozuwanderung – also der Abgleich von Ein- und Auswanderern – lag allein von Januar bis Juni 2012 bei 300.000 Menschen. Damit setze sich der deutliche Anstieg an Zuwanderern, der bereits 2011 sichtbar geworden wäre, auch in diesem Jahr fort. 2011 zogen etwa 250.000 Migranten nach Deutschland – in den Jahren 2002 bis 2010 waren es hingegen jährlich je etwa 100.000 Menschen…“

    Über das Arbeiter-und-Bauerparadies D“D“R stimmten in 40 Jahren etwa 3 von 17 Millionen Menschen „mit den Füssen ab“. Zuletzt, kurz vor dem Mauerbau, meldete die Bildzeitung täglich 3000.

    Diese Dimension hat die moderne Völkerwanderung noch nicht erreicht.

    Allerdings musste man 1981 nur eine S-Bahn-Fahrkarte lösen und war in einer neuen Welt mit derselben Sprache.

    Ich kenne keinen Neuseeländer, Norweger oder Kanadier der nach Deutschland einwandern will.

    Wir sind irgendwo auf Platz 10 bis 20 der Weltwohlstandliste, Tendenz fallend.

    Ich kenne jede Menge junger Menschen, die „hier noch Ihren Meister machen und dann irgendwoanders hin wollen“.

    Genau wie bei mir selber vor 40 Jahren – schnell noch das Diplom … und dann nichts wie weg aus der D“D“R.

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