Denken Sie einen Schritt weiter …


… als das in der Büroheldenwelt gerngelesene Handelsblatt:

http://www.handelsblatt.com/politik/international/neuverschuldung-japans-erreicht-rekordwert/5993962.html

„Mit einem Rekordwert bei der Neuverschuldung reagiert Japan auf die Zerstörungen durch die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom März. Die Regierung in Tokio verabschiedete am Samstag den Entwurf für das Haushaltsjahr 2012/2013 mit einem Volumen von 90,33 Billionen Yen (rund 885 Milliarden Euro), der massive Ausgaben für den Wiederaufbau des Landes enthält. Finanziert werden sollen die staatlichen Ausgaben zu 49 Prozent durch neue Schulden – ein Rekordwert.

Finanzminister Jun Azumi sagte, Japan habe mit diesem neuen Haushalt seine „Grenzen“ erreicht. Er sei sich bewusst, dass dies in Zeiten der Schuldenkrise von den internationalen Partnern mit Sorge betrachtet werde. Japans Gesamtschuldenstand beträgt fast das Doppelte seines Bruttoinlandsproduktes (BIP)…“

 

Wenn bei Ihrem Auto die Achse bricht, gehen Sie in eine Werkstatt, lassen reparieren und fahren weiter.

Vorausgesetzt Sie haben Geld.

Eigentlich müsste ein grosses Land wie Japans auch eine solche Katastrophe locker cash bezahlen können !?:

 

 

Die Weltwirtschaft „funktioniert“ auf Pump.

Die Bilanzsumme des Europäischen Bankensystems hat sich zum Beispiel von 12000 Mrd im Jahr 2001 bis heute auf 25000 Mrd Euro verdoppelt. (Quelle: EZB).

Doppelt soviele Schulden.

Die dreist und öffentlich gehandelt werden.

Die niemals redlich zurückgezahlt …sondern systematisch immer weiter erhöht werden.

Inzwischen dürften das die Staatschefs – nach jahrzehntelanger Verdrängung und Ignorierung – auch wissen.

Man nennt das Konkursverschleppung.

JAPAN und die anderen G7 haben den Punkt ohne Wiederkehr schon längst überschritten.

Ich zögere, das Wort http://de.wikipedia.org/wiki/Rubikon  zu verwenden…

 

Was ist Ihnen-  liebe Leserinnnen und Leser – am heutigen Heiligabend lieber ?

Eine nette Geschichte vom Weihnachtsmann ?

Die habe ich auch….. Soeben hier an meiner Haustür erlebt :

Vor zwei Wochen wurde ich 20ster von 40 beim traditionellen RABU-Skatturnier. Der Sieger schnappt sich immer die „Pinke“ und alle anderen die 39 Sachpreise. Als 20ster rechnete ich , als ich aufgerufen wurde um mir meinen Preis abzuholen, bestenfalls mit einer billigen Flasche Wein oder einem übriggebliebenen Glas Gurken. Zu meiner Überraschung sass ein riesengrosser kuscheliger Ein-Meter-Teddy , den vor mir niemand haben wollte, immer noch auf dem Tisch.

„Das ideale Geschenk für Klein-Malou (5)“ … dachte ich, schnappte mir den Teddy, umarmte ihn und freute mich sehr. 2 Stunden später war der Teddy, den ich am Nachbartisch einfach auf einen Stuhl gesetzt hatte,  nicht mehr da. Geklaut.

Ich war stinksauer, was ich selten bin, aber ich empfand das so als wenn mir ein Stück meiner Seele geklaut worden wäre. Natürlich wurde das ganze Cafe befragt, aber keine Spur vom Täter…

Zwei Wochen später :

Ich öffne meine Haustür…und vor mir sitzt ein Stofftier auf meiner Türschwelle .

Es hatte sich eine Mutter gemeldet, die den Teddy einfach für ihr Kind mitgenommen hatte. Sie gab dem RABU-Chef nachträglich Geld – wann und warum erfahre ich noch – der kaufte und lieferte mir ein neues Kuscheltier … und das nehme ich jetzt gleich samt meiner Gitarre mit zur Bescherung.

Es gibt noch ehrliche Menschen.

 

PS: Klein-Malou liebt den Teddy…

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

3 Kommentare zu Denken Sie einen Schritt weiter …

  1. schotti sagt:

    Jahresschlusswitz:

    „Selbstständige sollen auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um sie vor Altersarmut zu schützen“, meldete soeben das Staatsfernsehen.

    Altersarm wird der, der in die GRV einzahlt….

  2. schotti sagt:

    Von: „Rainer Schottlaender“
    Gesendet: 12.01.2012 15:23:34
    An: „SABATHIL Gerhard (EEAS)“
    Betreff: 2 qm pro Sau / 20.000 Liter Milchkühe

    Sehenswert:
    PHOENIX – Hilfe! Was essen wir?
    phoenix.de/content//377287
    Ein Supermarkt Experiment. Film von Volker Heise.

    Ich überlege, ob ich auf den Zuchtbullen Jobert und seine
    50.000 Coitus-interruptus-Nachkommen pro Jahr neidisch sein sollte…

    Ich höre „54 Mrd EU-Agrarsubventionen pro Jahr…“ und denke:

    Ergibt bei ca. 180 Mio europäischen Haushalten

    pro Jahr ca. 300 Euro.

    Dank der erfolgreichen Lobby“arbeit“ der Bauern und anderer Nutzniesser
    dürfte in den letzten 40 Jahren so ca. 1 Billion umverteilt worden sein.

    Die aus jedermanns linker Hosentasche zuvor von Amtswegen gestohlen wurde.

    Ansonsten völlig sinnlos,
    denn Nahrung wird mit oder ohne Subvention produziert.

    Ohne Subvention zu wahren Preisen.

    Im bankrotten VEB Europa ähnlich wie in der D“D“R.

    Copyright: http://www.schottie.de

  3. Kasiantho sagt:

    TC Stahl sagt:Nachtrag:Eine gute Auflistung der Häufigkeit der jeliewigen Sprachen findet sich hier: Demnach steht Deutsch mit 32% Verbreitung in Europa auf dem zweiten Platz; noch vor(!) Französisch mit 28%.

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