Gegen Ende des 13. Jahrhunderts …

… versuchte König Gaichatu von Persien die durch seinen extravaganten Lebensstil und eine durch Rinderpest entleerte Staatskasse durch die Emission von Fiatgeld wieder zu füllen. Am 13. August 1294 ließ er verkünden, dass jeder, der das neue Papiergeld nicht akzeptiere, mit dem Tode bestraft werde. Das Experiment hatte nur zwei Monate Bestand und war ein totaler Fehlschlag. Der Handel kam zum Erliegen und es brachen Unruhen auf den Basaren aus. Dem König blieb keine andere Wahl als seine Proklamation zu widerrufen. Er wurde kurz darauf ermordet.[2][3][4]

Die Assignaten waren während der Französischen Revolution in Umlauf gebrachtes Fiatgeld. Am 8. September 1793 erklärte die Nationalversammlung, jeder, der die Bezahlung mit Assignaten verweigere oder bei Bezahlung mit Assignaten einen höheren Preis verlange, werde mit dem Tode bestraft und sein Vermögen werde konfisziert. Es wurde dem eine Belohnung versprochen, der die Behörden über solche Transaktionen in Kenntnis setze.

Im Mai 1794 kam es zu einer weiteren Verschärfung. Die Nationalversammlung erklärte, jeder, der sich vor dem Abschluss eines Geschäfts erkundige, mit welchem Geld der Geschäftspartner zu zahlen beabsichtige, werde mit dem Tode bestraft.

 

Trotz dieser Maßnahmen verloren die Assignaten rapide an Wert.[5] Als Napoléon Bonaparte 1803 den Franc als neue Währung einführte, waren sie bereits praktisch wertlos.

Die auch mit dem Namen Greenbacks bezeichneten United States Notes waren Fiatgeld, welches vom Finanzministerium der Vereinigten Staaten erstmals während des Amerikanischen Bürgerkriegs in Umlauf gebracht wurde. Durch einen Kongressbeschluss war der Nennwert der zu emittierenden Noten auf etwas über 340 Millionen US-Dollar begrenzt. Im Gegensatz zu den ebenfalls als Geld verwendeten United States Gold Certificates war es nicht möglich, die Greenbacks auf Verlangen in Goldmünzen einzutauschen.

Im 20. Jahrhundert wurden Fiatwährungen die Regel. US-Präsident Franklin D. Roosevelt entband die US-Zentralbank von der Verpflichtung, von Bürgern eingereichte US-Dollarnoten in Goldmünzen einzulösen. Privater Goldbesitz im Wert von mehr als 100 US-Dollar wurde von ihm 1933 als illegal erklärt und mit bis zu zehn Jahren Gefängnis sowie Beschlagnahme des Goldes bestraft. Das 1944 eingeführte, vom US-Dollar als Leitwährung geprägte Bretton-Woods-System brach 1973 zusammen, nachdem die Vereinigten Staaten der eingegangenen Verpflichtung, von Mitgliedsstaaten eingereichte US-Dollars in Gold einzulösen, nicht mehr nachkamen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_Money

Übungsaufgabe für Schüler, Studenten und ihre mit fiat money bezahlten Lehrer und Hochschullehrer :

Vergleiche diese 340 Millionen Dollar mit den 849 Milliarden Euro, die heute…

…gemäss EZB Pressemitteilung
PDF Konsolidierter Ausweis des Eurosystems zum 1. Juli 2011

http://www.bundesbank.de/  …als Banknoten in Umlauf sind.

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.