Unabsehbare Folgen für das Weltfinanzsystem …

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,770392,00.html

Wie kann es sein, dass ZWERG GRIECHENLAND das System gefährdet ?

Wenn mir ein Schuldner ausfällt ärgert mich das, juckt mich aber nicht weiter.
Ich verleihe und verpfände nicht mein gesamtes Vermögen, geschweige denn das hundertfache davon.

schotti sagt … 2 Tage später … gesund und munter nach 30 km Fahrradfahrt zurück von der Süsskirschenernte am

“Das ist ja wohl ein Witz” war meine spontane Reaktion, als ich im Staatsfernsehen gerade eben still und leise die tatsächlichen Zahlen über die Textzeile laufen sah.

28 Milliarden in 5 Jahren, also  6 Milliarden Euro pro Jahr werden nach einem Riesenballahoo als griechisches “Spar”paket verkauft.
Und von unserer FDJ-Agitatorin und jetzigen Kanzlerin gelobt.

Für diese Ankündigung gibt es dann 110 Milliarden und nochmal xyz virtuelle Milliarden.

Diese Zahlen beweisen, dass Griechenland Konkursverschleppung betreibt.

Bereits in den 90er Jahren habe ich mehrere Strafanzeigen gegen jedes einzelne Mitglied des Berliner Senats und des Bundestages wegen Besonders Schwerem Bankrott nach § 283A StGB gemacht.

Damals war ich noch so naiv anzunehmen, dass das einen Staatsanwalt = Anwalt des Staates interessiert.

ATHENS KONKURSVERSCHLEPPUNG ist dieselbe wie HIER IN BERLIN.

Damals wie heute, dort wie hier, kündigt man Schuldenbremsen an, die ungefähr so wirken wie meine Fahrradbremse am Intercity (C: http://www.schottie.de )

Dieser Zug – nämlich den deutschen Pleitestaat noch irgendwie zu reparieren – ist längst abgefahren.

Sehr viel interessanter als das Bundestagsgeplapper war die Meldung, dass Deutsche Bank Chef Ackermann einen Ausfall Griechenlands als KERNSCHMELZE bezeichnet.

Dass es nicht um Griechenland sondern um das Bankensystem geht, haben ausser mir – Zeit wirds ja auch – schon einige verstanden.

Der Fall hier ist ein erneutes deutliches Indiz, dass meine Lageeinschätzung realistisch und wie instabil das System ist.

Ich und niemand kennt alle Details von zB 300.000 Zertifikaten, genausowenig wie die Details aller 200.000 Meter Stasiakten.

Ich weiss auch nicht wo und an welcher Stelle der globale Schuldenballon als nächstes platzt.

Und dann wieder mit grossem Ballohoo weginflationiert wird, vielleicht noch drei, vier Mal, bis nur noch die ganz Dummen dran glauben.

Ich weiss – und zwar seit 16 Jahren – dass das System kaputt ist und habe die Konsequenzen daraus gezogen. Hier in diesem blog.  Und für mein Leben.

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

2 Kommentare zu Unabsehbare Folgen für das Weltfinanzsystem …

  1. schotti sagt:

    Was ist drin im griechischen Sparpaket?

    Hören Sie zunächst das Staatsfernsehen http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland1154.html :

    „Die griechische Regierung weiß: Wenn sie die EU-Staaten für weitere Hilfen gewinnen will, muss sie weitere Sparbemühungen unternehmen. Das Kabinett hat deshalb ein neues, hartes Sparprogramm beschlossen. Ob sie dafür aber im Parlament eine Mehrheit findet, ist ungewiss.

    Von Steffen Wurzel, ARD-Hörfunkstudio Istanbul

    Das Sparpaket hat einen Umfang von gut 78 Milliarden Euro. Diese Summe will Griechenland bis 2015 sparen. Den größten Batzen machen die geplanten Privatisierungen aus. Griechenlands Finanzminister erhofft sich Erlöse in Höhe von insgesamt rund 50 Milliarden Euro. Verkauft werden sollen unter anderem staatliche Anteile an Wasserwerken, einer Lotteriegesellschaft und der griechischen Telekom-Gesellschaft. Außerdem verkauft der griechische Staat etwa 75.000 Häuser, Wohnungen und Liegenschaften. Organisiert werden sollen die Privatisierungen von einer unabhängigen Behörde, einer Art „griechischen Treuhandanstalt“. Zusätzliche 28 Milliarden Euro will der griechische Staat durch Einsparungen und Steuererhöhungen einnehmen.

    Die Details: Alle, die mehr als 12.000 Euro im Jahr verdienen, müssen künftig eine Art „Krisen-Soli“ in Höhe von einem bis drei Prozent zahlen. Im Herbst wird außerdem die Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants erhöht. Besitzer besonders wertvoller Autos, Jachten und Villen müssen eine Vermögenssteuer zahlen. Der griechische Staatsapparat soll weiter verschlankt werden, künftig müssen zehn Beamte in den Ruhestand gehen, bevor eine neue Stelle geschaffen wird.“

    BERLIN HAT ZEHN JAHRE PLEITEVORSPRUNG.
    75000 Wohnungen dürfte der Senat auch schon verscherbelt haben.

    Ich lese http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland , lerne Griechenlands BIP von 230 Mrd…. was bei 380 Mrd Schulden insgesamt 20 Monats BIPs sind.

    Mit dem oben beschriebenem „ein bischen Sparen“ , das aus Ankündigungen, Vermögensverkauf (alles was wert hat bringt dann keine Einnahmen mehr) und ca. 6 Mrd pro Jahr besteht kann man noch nicht mal die Zinsen bezahlen.

    ( 380 Mrd zu zB 5 % wären schon 19 Mrd/a)

    Interessant bei dieser Gelegenheit ein Blick zurück in die lange griechische Geschichte:

    „Im Vertrag von Lausanne 1923 wurde ein Bevölkerungsaustausch vereinbart: Alle noch in großen Teilen der Türkei verstreut lebenden Griechen (mit Ausnahme der Istanbuler Griechen und einiger Inselgriechen) wurden nach Griechenland vertrieben (etwa 1,5 Mio.), im Gegenzug mussten an die 500.000 meist türkische Muslime Griechenland verlassen“

  2. schotti sagt:

    Schauen wir nach MAFITALIEN:

    Dort kopiert man jetzt die erfolgreich in Deutschland praktizierte öffentliche Konkursverschleppung;

    http://news.austrian-blogs.at/berlusconi-verpasst-italien-sparpaket/

    Hier kündigt man für irgendwann 5 Milliarden an, die gemessen an ITALIENS BIP von 2055 Mrd US-Dollar ( http://de.wikipedia.org/wiki/Italien ) und 1800 Mrd Euro Staatsschulden ungefähr soviel wert sind wie die Ankündigung einer Sekretärin auf der Feuerwehrwache, dass man wegen dem Hochhausbrand in zwei Jahren auf einem Fahrrad mit einem Löscheimer mal vorbeikommen wird.

    Interessant auch hier wieder Frau Professor Wiki Pedias Blick zurück in die Geschichte:

    „Die Nachkriegsgeschichte Italiens zeichnet sich innenpolitisch durch häufige Regierungswechsel, allerdings bis 1990 vier Jahrzehnte unter Führung oder Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana, außenpolitisch durch die Gründungsmitgliedschaft in der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und wirtschaftlich durch das Wirtschaftswunder (miracolo economico) aus. Nach Jahrzehnten hoher Inflation, auch durch Entwertung der Lira, wurden in den 1990er Jahren die Staatsfinanzen unter Kontrolle gebracht, und Italien übernahm als Währung den Euro.

    Anfang der 90er Jahre wurde die politische Elite des Landes vom Korruptionsskandal Tangentopoli und den Aufklärungsmaßnahmen der Mani pulite weggefegt….“

    Hier irrt Wikipedia !

    Die politische „Elite“ sitzt wie in Deutschland weiterhin fest im Sattel des geschundenen Pferdes Italien.

    Ich erinnere mich noch an Zeiten, als man für die damals harte D-Mark immer mehr Lira bekam.

    Heute feiert Europas Staatsmafiaelite ihre Schuldenorgien mit weichen Euros.

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