Preis für ein Frühstücksei

6. Juni 1912 7 Pfennig

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6. August 1923 923 Papiermark
17. September 1923 2,1 Millionen Papiermark

 

Reichsbanknote 5 Milliarden Mark, 10. September 1923

15. Oktober 1923 227 Millionen Papiermark
15. November 1923 320 Milliarden Papiermark

Schwere Inflation konnte man in der Geschichte häufig beobachten:

….die Preisrevolution im 16. Jahrhundert
um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat
um 1920 bis 1924 in Österreich
um 1923 in Deutschland und Ungarn (Deutsche Inflation 1914 bis 1923)
1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform)
1945–1946 in Ungarn (siehe Pengö)
jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien
jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien
um 1995 in Mexiko
um 1997 in Süd-Ost-Asien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise)
um 2002 in Argentinien
Im Zuge der Ölpreisschocks kam es in den 70er Jahren zu Inflationsraten, wie sie etwa in den Vereinigten Staaten sonst nie in Friedenszeiten zu beobachten waren.

Ich frage Frau Dr. Wiki Pedia weiter und lerne/erinnere mich:

„Am 17. Oktober 1973 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf über fünf Dollar…. Im Verlauf des nächsten Jahres stieg der Weltölpreis auf über zwölf US-Dollar.“

Wenn das damals ein Ölpreisschock war, was sind dann die heutigen 100 Dollar pro Barrel ?

Ich rechne fest mit einer Inflation.

Einfach deshalb, weil der Staat/die Staaten, aller Spar“anstrengungen“ , Schuldenbremsen und sonstigen Märchen zum Trotz, schon lange nicht mehr in der Lage sind, die in Jahrzehnten vorsätzlich fortgesetzt und wissentlich gemachten Nach-uns-die-Sintflut-Schulden zurückzuzahlen.

Ausser mit gedrucktem Geld.

Wird die jahrzehntelang von Staat und Medien täglich erfolgreich verblödete deutsche Bevölkerung  auf die Barrikaden gehen, wenn/falls die Inflation zu galoppieren beginnt ?

Früher sowieso nicht – die schlucken alles was von oben kommt.

Was für ein perfekt organisierter Betrug….

 

Über schotti

* geb. 1949 in Berlin * 1967-1971 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin * 1975 Diplom in München * 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Astrophysik in Garching * 1977-1978 Redakteur beim Elektronik Journal München * 1979-1988 Aufbau eines Bauhandwerkbetriebes in München * 1989-1990 Songwriter/Sänger in San Diego (USA) * 1991-heute eigenfinanzierte Forschungsarbeit in Berlin

Ein Kommentar zu Preis für ein Frühstücksei

  1. schotti sagt:

    Heute schickte mir ein treuer Leser dieses blogs eine Geschichte die Sie ganz in Ruhe zuende lesen sollten.

    DAS RETTUNGSPAKET

    Es ist ein trüber Tag in einer kleinen griechischen (irischen) Stadt.
    Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.
    An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die griechische Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.

    1. Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.

    2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern.

    3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager.

    4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.

    5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf
    Kredit gegeben hatte.

    6. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.

    7. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und
    meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

    Niemand produzierte etwas. Niemand verdiente etwas. Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

    So, jetzt wisst Ihr Bescheid. So einfach funktioniert das EU Rettungspaket….

    ….nicht ganz, lieber T…:

    Das ist eine sehr hübsche und lehrreiche Geschichte.

    Sie hat allerdings einen Haken, den ich Ihnen, lieber Leser hiermit aus dem Maul ziehe:

    Das Dorf war – im Gegensatz zur D“D“R – bereits vor der Ankunft des reichen Wessis schuldenfrei.

    Der Hotelbesitzer hatte zwar beim Metzger 100 Euro Schulden
    … aber eine Forderung von 100 Euro gegen die Nutte.

    Jedem anderen Dörfling ging das auch so. Die grosse Zahl der Personen verwirrt
    und deshalb kommt man nicht gleich drauf.

    Genau das ist der Sinn des Euro und unseres hochkomplizierten Weltfinanzsystems:

    Alle sind pleite, aber die Betrogenen merke(l)n es erst Jahre später.

    Die Geschichte hier suggeriert reiche Deutsche und arme, überschuldete Griechen und Iren.
    Auch das ist ein weitverbreiteter Irrglaube.

    Inspektor Schotti betrachtet zunächst das Tatwerkzeug, den 100-Mark-Schein.

    Davon sind genau heute laut http://www.bundesbank.de/ 842 Millionen Stück im Umlauf.

    Nun lehrt uns die Geschichte, besser gesagt Schotti, der seiner Zeit manchmal um 2 Jahrzehnte voraus ist, dass laut Seite 9 seines 60mal aufgeführten und auch ansonsten lesenwerten Kabarettdrehbuches LÜGENPARTEI MIT DREI BUCHSTABEN ( welche wählten Sie ?) vor 14 Jahren nur etwa 342 Millionen Stück im Umlauf waren..

    Dem aufmerksamen Leser fällt natürlich auf, dass es damals noch keinen Euro gab.

    Man muss, was meine meisten Mitbürger mangels Zeit allerdings kaum tun können,
    recherchieren, zum Beispiel in den von mir seit 20 Jahren gelesenen Bundesbankberichten,
    und hier den Anteil der früheren D-Mark am Eurosystem berücksichtigen.

    Sie müssen mir nicht vertrauen.

    Sie können nach unbezahlten Konsum dieser megaintellektuellen Vorleistung so wie ich
    diesen schlecht bezahlten Job auch 20 Jahre lang selber machen.

    Inspektor Schotti nimmt jetzt seine Lupe hier auf dem Schreibtisch
    und betrachtet das Tatwerkzeug genauer:

    Nanu ? : Keine Unterschrift, die Zuchthaus-Drohung bei Fälschung ist auch weg, aber hier, eine Nummer !!!!

    Da sich Geldscheine nicht teilen und vermehren können wie Bakterien liegt der Verdacht nahe,
    dass der reiche Deutsche vor Antritt seiner Fahrt noch mal kurz im Auslieferungslager der Bundesdruckerei vorbeifuhr.

    Er könnte den Schein natürlich auch aus seinem Geldautomaten gezogen haben.

    Weiterführende Literatur: CHRONIK DES STAATSBANROTTS, das hier ist Nummer 5678
    Copyright für Teil 2 dieser Geschichte: http://www.schottie.de

    FORTSETZUNG FOLGT…oder auch nicht

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